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Sven Hannawald gewinnt Auftaktspringen zur VST 29./30.12.2001 Oberstdorf Vier-Schanzen-Tournee: Am Tag der Qualifikation des Auftaktspringens der 50. Vier-Schanzen-Tournee in Oberstdorf verzichtete Sven Hannawald aus Hinterzarten selbstbewußt auf seinen Sprung und wollte sich stattdessen das gute Gefühl des Probedurchgangs bewahren. Diese Entscheidung sollte sich auszahlen. Nachdem Mannschaftskollege Martin Schmitt in den letzten drei Jahren auf der Schattenbergschanze erfolgreich war, gewann in diesem Jahr Sven Hannawald und feierte damit sein endültiges Comeback in der Weltspitze der Skispringer. Er setzte sich mit zwei Sprüngen von jeweils 122 m und 260,2 Punkten gegen den Österreicher Martin Höllwarth durch, der im zweiten Durchgang mit einem Sprung auf 129 m eine sensationelle Aufholjagd gestartet hatte. Dritter wurde Simon Amman (248,7 Punkte) aus der Schweiz, der sich weiterhin in glänzender Form präsentiert. Der im Vorwege als hoher Favorit gehandelte und weltcupführende Adam Malysz (245,1 Punkte) aus Polen landete auf Rang fünf hinter dem momentan besten Finnen Matti Hautamäki (248,1 Punkte). Vorjahressieger Martin Schmitt fand sich auf dem 19. Platz wieder. Damit war er der drittbeste deutsche Adler, hinter Georg Späth aus Oberstdorf, der auf Rang neun landete und dessen Formkurve steil nach oben zu steigen scheint. "Schön, daß der Sven die Siegesserie fortgesetzt hat", zeigte sich Schmitt als fairer Verlierer. Die weiteren Platzierungen der deutschen Adler: 20. Michael Uhrmann, 21. Stephan Hocke, 23. Christof Duffner, 30. Jörg Ritzerfeld. Hannawald gewinnt in Neustadt 02.12.2001 Titisee-Neustadt: Nach der nach eigenen Aussagen "schlimmsten Nacht meines Lebens" gewann Sven Hannawald (129,5 m/136 m) am Sonntag eindrucksvoll seinen Heim-Weltcup auf der großen Hochfirstschanze. Bereits in der Qualifikation am Mittag setzte er sich vor die Konkurrenz und stellte mit 145 m den alten Schanzenrekord des Österreichers Manuel Fettner von 141,5 m ein. Rang zwei ging an den Weltcupführenden Adam Malysz (126 m/133,5 m) aus Polen, der Österreicher Andreas Goldberger (121,5 m/124,5 m) fand sich auf dem dritten Stockerlplatz wieder. Stephan Hocke als Fünfter, der gesundheitlich angeschlagene Martin Schmitt als Siebter, Michael Uhrmann als Achter, Georg Späth als Zwölfter sowie Christof Duffner auf Rang dreizehn rundeten das bislang beste Mannschaftsergebnis der deutschen Adler ab. Plombe fehlte: Hannawald disqualifiziert 01.12.2001 Titisee-Neustadt: Nach seiner hervorragenden Leistung in der Qualifikation am Vortag bestätigte Sven Hannawald auch am ersten Weltcuptag seine gute Form und landete im ersten Durchgang bei 136 m. Eine phantastische Ausgangsposition auf dem zweiten Platz hinter dem Polen Adam Malysz, wäre da nicht die Disqualifikation vor dem zweiten Durchgang gewesen. Was war geschehen? Am Anzug von Hannawald fehlte die Kontrollplombe. Ein Prüfsiegel, daß die von der FIS maximal zugelassene Winddurchlässigkeit bestätigt. Einen solchen Fauxpas hatte der technische Experte Heinz Krecek in seiner langjährigen Laufbahn bislang noch nicht erlebt. An diesem Samstag in Neustadt passierte es gleich zweimal, auch der Finne Matti Hautamäki mußte aufgrund einer fehlenden Plombierung disqualifiziert werden. Pech anderer Art hatte der Finne Risto Jussilainen, welcher einen tollen Sprung auf 137,5 m setzte, sich aber nach dem ersten Durchgang dennoch nur auf Platz 21 wiederfand. Im wurde ein verkanteter Telemark zum Verhängnis. Sofern man an einem Sturz und der daraus resultierenden blutigen Nase überhaupt etwas positives sehen kann, dann ist es die Tatsache, daß sich Jussilainen im zweiten Durchgang noch auf Platz neun vorarbeiten konnte. Dies unterstreicht die Klasse des Mannes aus Jyväskylä. Nach der Enttäuschung über die Disqualifikation von Sven Hannawald, wurde das deutsche Publikum an der Hochfirstschanze durch einen am Ende auf dem zweiten Rang liegenden Martin Schmitt (134,5 m/121,5 m) und Weltcup-Neuling Stephan Hocke (133 m/123 m) aus Oberhof auf dem dritten Platz versöhnt. Es siegte Adam Malysz mit Weiten von 138,5 m und 136 m. |