|
Historischer Erfolg: Hannawald gewinnt souverän Vier-Schanzen-Tournee 05./06.01.2002 Bischofshofen Vier-Schanzen-Tournee: Sieg in Oberstdorf, Sieg in Partenkirchen, Sieg in Innsbruck und als krönender Abschluß der Sieg in Bischofshofen mit der Verbesserung seines eigenen Schanzenrekords (137 m) auf 139 m im ersten Durchgang, dem ein Sprung auf 131,5 m im zweiten Durchgang folgte. Das waren die Weiten, die dazu dienten, um an diesem strahlenden Wintertag Sportgeschichte zu schreiben. Während der gesamten Tournee vielleicht im Hinterkopf daran gedacht, den Mythos besiegen zu können, dies aber nicht an sich herangelassen, immer nur an den nächsten Sprung gedacht, jedesmal auf die Qualifikation verzichtet und "einfach sein Zeug gemacht". Sven Hannawald gelang das, was in der 50jährigen Geschichte der Vier-Schanzen-Tournee noch keinem Menschen vor ihm gelungen war. Er konnte alle vier Springen für sich und mit einem ebenfalls riesigen Punktevorsprung natürlich auch die Tourneegesamtwertung für sich entscheiden. In der Gesamtwertung setzte sich der Hinterzartener mit 1077,6 Punkten vor Matti Hautamäki aus Finnland (1021,0) und Martin Höllwarth aus Österreich (1016,1) durch. Vorjahressieger Adam Malysz auf Rang vier (992,8) lag umgerechnet knapp 47 Weitenmeter hinter Hannawald. Auf den Plätzen zwei und drei landeten in der Tageswertung ebenfalls Hautamäki (134 m/131,5 m) vor Höllwarth (129,5 m/132 m). Martin Schmitt fand sich auf Rang fünf (130 m/124,5 m). Die weiteren Platzierungen der deutschen Adler: 17. Stephan Hocke, 21. Christof Duffner, 22. Michael Uhrmann, 25. Georg Späth. Dritter Sieg in Folge für Sven Hannawald 03./04.01.2002 Innsbruck Vier-Schanzen-Tournee: Zwei überragende Trainingssprünge reichten ihm, um wie schon zuvor in Oberstdorf und Partenkirchen am Vortag des Wettkampfes auf die Qualifikation zu verzichten. Drittes Springen der Vier-Schanzen-Tournee und der dritte Sieg für einen Sven Hannawald, der wie in einer anderen Dimension zu springen scheint. Mit Sprüngen von 134,5 m und 128 m siegte der 27-jährige vom SC Hinterzarten souverän vor dem Polen Adam Malysz (124 m/123,5 m) und dem Österreicher Martin Höllwarth (126,5 m/120,5 m). "Ich weiß nicht, einfach phänomenal, das hätte ich mir nie erträumt, daß ich solche Sprünge zeige", zeigte sich Hanni überglücklich. In der Gesamtwertung der Tournee führt er inzwischen mit 794,7 Punkten vor Adam Malysz (751,8 Punkte) und Martin Höllwarth (741,6 Punkte). Die weiteren Platzierungen der deutschen Adler beim heutigen Springen am Bergisel: 5. Martin Schmitt, 9. Stephan Hocke, 14. Georg Späth, 19. Dirk Else, 20. Michael Uhrmann. Erneuter Triumph: Hannawald gewinnt Neujahrsspringen 01.01.2002 Garmisch-Partenkirchen Vier-Schanzen-Tournee Zweites Springen, zweiter Triumph für Sven Hannawald und er tanzte freudig strahlend bei ebenso strahlendem Winterwetter durch den Auslauf der Olympia-Schanze in Partenkirchen. Wieder hatte er in der Qualifikation auf seinen Sprung verzichtet und traf im Duell erneut auf Andreas Widhölzl aus Österreich, der daraus zwar als Sieger hervorging, so daß Hannawald nur die Rolle des Lucky Loosers blieb, aber es war dennoch ein gutes Omen, Hannawald startete als vorletzter in den zweiten Durchgang, sprang 125 m, die anschließend von Widhölzl mit 124 m nicht mehr überboten werden konnten und gewann damit das traditionelle Neujahrsspringen. "Mein Puls ist auf 200, ich kriege fast einen Herzkasper. Wenn das so weitergeht, muß ich nächstes Jahr als Kombinierer weitermachen. Aber ich genieße das - es ist so geil und die pure Freude," erklärte Hanni anschließend. Widhölzl blieb Rang zwei, auf Rang drei fand sich Adam Malysz (121,5 m/122,5 m) wieder, Rang vier ging überraschend an Hiroki Yamada aus Japan (120 m/124,5 m), Rang fünf an Simon Amman (120 m/120,5 m) und Rang sechs an Matti Hautamäki (116,5 m/123,5 m). Zweitbester Deutscher war diesmal Martin Schmitt (116 m/120 m). Die weiteren Platzierungen der deutschen Adler: 11. Stephan Hocke, 23. Christof Duffner, 25. Georg Späth. |