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Rothaus FIS Sommer Grand Prix Hinterzarten 04.-06. August 2000

Mit einer offiziellen Pressekonferenz begann am Freitag Nachmittag der diesjährige FIS Sommer Grand Prix in Hinterzarten, doch schon Tage zuvor war man in eben diesem sonst so ruhigem Kurort erstaunt über die zahlreichen jungen Mädels und es waren nicht nur die, welche sich dort aufhielten und immer dann den dringenden Wunsch verspürten sich auszuruhen oder eine Speisekarte zu lesen, wenn sich ein grüner DSV Audi in der Nähe befand, alles natürlich ganz unauffällig versteht sich, schon klar. Um so verwunderlicher war dann auch die Antwort jener Mädels auf die Frage des Stadionsprechers, ob sie denn aufgrund des Skispringens an sich oder nur wegen der netten Springer hier seien, lautete die Antwort doch zumeist "Nur wegen dem Springen...", wobei ich mich einfach des Gefühls nicht erwehren konnte, daß hier jene Personen, oft auch Kreischies genannt, ihr Image aufbessern möchten!? *grins* Nötig wäre dies oft schon, verlieh doch auch Bundestrainer Reinhard Heß seinen Sorgen Ausdruck "Es sei schön und teilweise angenehm, in seinem Alter noch als Popstar gehandelt zu werden, aber es tue ihm auch leid, daß die Jungs abends kaum noch rausgehen können, um einen Ausgleich zum Sport zu schaffen." Schade, daß das Image der Stars zum anfassen, die sie immer waren, durch manch übertriebene Liebesbekundung verlorengegangen scheint, so daß bereits im Training Absperrungen nötig geworden sind. "Die Entwicklung sei schon heftig", meinte auch Sven Hannawald. Für jene Springer, die aus dem Continental Cup kommen, sei alles neu und "auch wenn es schön ist beachtet zu werden, stellt es doch eine Belastung dar, wenn kein unbeschwertes Training möglich ist", so Dennis Störl.
Vieles war anders im Vergleich zum vergangenen Jahr. Durch eine noch professionellere und größere Gestaltung der verschiedenen Bereiche stand dieses von allen Seiten zu recht hochgelobte Sommer-Skisprung-Event im Schwarzwald einer Weltcup-Veranstaltung in nichts nach. Die Sportler profitieren ebenso von dieser Entwicklung, wurde doch das Preisgeld in Hinterzarten verdoppelt. Alles verlief reibungslos und wir erlebten hochkarätige Wettkämpfe bei meist gutem Wetter mit einem neuen Schanzenrekord von 112,5 m aufgestellt durch Noriaki Kasai, der sich damit Platz drei in der Einzelkonkurrenz hinter den Österreichern Andreas Widhölzl und Martin Höllwarth sicherte. Vorjahressieger und Lokalmatador Sven Hannawald vom SC Hinterzarten landete als bester Deutscher auf Rang zwölf. Einen Tag zuvor machten die starke Konkurrenz und die späteren Sieger des Mannschaftswettbewerbs aus Finnland mit Janne Ahonen, Jani Soininen, Risto Jussilainen und Ville Kantee sowie die wiedererstarkten Japaner um Hideharu Miyahira, Kazuyoshi Funaki, Noriaki Kasai und Kazuya Yoshioka den Adlern vom Deutschen Skiverband das Siegen schwer und so blieb vor heimischer Kulisse am Ende Platz drei für Frank Löffler, Michael Uhrmann, Sven Hannawald und Martin Schmitt.



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