Zurück zur Übersicht -Sonstiges-   -Fangeschichten-


Willingen 2001

Von Jeannette

Diesmal war ich wieder mit Manuela unterwegs. Im Gegensatz zu ihr war ich ja bereits im Februar 2000 dort. Aber diesmal war es noch schöner - allerdings auch viel kälter.
Schon auf der Hinfahrt nach Winterberg, wo wir unsere Unterkunft hatten, fing es gut an. Ungefähr 50 km vor Winterberg, fuhr ein Kleinbus mit dem Kennzeichen FR für Freiburg vor uns her. Wir stellten dann ziemlich schnell fest das es ein Bus des DSV war. Leider konnten wir nicht erkennen wer drin saß. Allerdings schienen die Insassen des Busses zu merken, das wir Skisprung-Fans waren, das sie sich umdrehten und uns zu winkten. Leider mussten wir dann abbiegen.
Wir besichtigten an diesem Tag noch die Schanze, da sie diese ja umgebaut hatten und wir wissen wollten wo wir die nächsten Tage stehen werden.
Am Freitag (2.2.) war das Teamspringen. Während wir warteten lief ein paar Meter vor uns Michal Dolezal vorbei. Ich als Fan der tschechischen Springer wollte natürlich gerne wissen wo diese übernachten. Als ich bin ich auf Michal zugegangen und habe ihn gefragt. Und er hat es mir tatsächlich verraten. Und zwar war es dasselbe Hotel in dem die deutschen Springer im vorangegangenen Jahr übernachteten und, wie sich später herausstellte, auch in diesem Jahr.
Das Teamspringen konnten wir sehr gut verfolgen. Bei der Siegerehrung konnten wir ein paar Fotos machen. Nach dem Springen fuhren wir gleich zum Hotel. Wir bekamen zwar Autogramme und machten einige Fotos, aber das große Glück hatten wir nicht. Die tschechischen Springer, auf die ich wartete, hatten wir verpasst.
Am Samstag verließen wir die Schanze schon nach dem 1. Durchgang wegen den schlechten Leistungen der deutschen Springer. Und außerdem war es verdammt kalt. Wir gingen wieder zum Hotel und an diesem Abend hatten wir schon mehr Glück. Wir machten Fotos mit einigen Springern, u.a. mit Goldi und Jaroslav Sakala und bekamen auch Autogramme.
Am Sonntag gingen wir gar nicht an die Schanze sondern schauten uns das Springen in einem Restaurant auf Videoleinwand an. Gleich als das Springen zu Ende war, machten wir uns wieder auf den Weg zum Hotel. Und diesmal hatten wir viel Glück, auch wenn wir ziemlich lange warten mussten. Aber wir wurden sehr gut bewirtet von dem Hotel. Man brachte uns heiße Würstchen, Tee und Cola nach draußen während wir warteten. An dem Abend bekam ich auch alle Tschechen, gemeinsam mit mir, vor die Linse; machte auch noch Fotos mit Sven Hannawald, Gerd Siegmund - dem ich auch noch einen kleinen Blumentopf überreichte zu seinem Geburtstag den an dem darauffolgenden Mittwoch feierte, mit dem Hinweis ihn erst dann aufzumachen - Michael Möllinger und noch einigen anderen. Ich ließ meine GER- und CZE-Fahnen signieren. Dieser Tag war der schönste von den dreien.
Das ganze schöne Wochenende war jedoch vergessen, als wir am nächsten Morgen von dem Tod von Alois Lipburger erfuhren. Manuela und ich sind fast 8 h nach Hause gefahren und konnten dabei an nichts anderes denken. Als sie es dann noch Abend in den Nachrichten brachten, konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten, obwohl ich ihn überhaupt nicht kannte. Aber ich hielt ihn immer für einen sehr guten und netten Trainer. Deshalb ging mir das sehr nahe und ich habe gleich am nächsten Tag eine Beileidskarte an das österreichische Team geschrieben. Und ich werde auch jetzt wieder ganz traurig, wenn ich das schreibe.



Zurück zur Übersicht -Sonstiges-   -Fangeschichten-