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Alexander "Alex" Herr erblickte am 4. Oktober 1978 das Licht der Welt. Schon als kleines Kind von 3 Jahren stand er das erste Mal aus Skiern doch so richtig auf sich aufmerksam machte er erst mit 11. In diesem Alter meisterte er seinen ersten Sprünge von der Schanze (90 m) in Hinterzarten. Bereits ein Jahr später sprang er als Vorspringer bei einem Weltcup in Schonach mit 89 m fast so weit wie der Sieger. Dies war nicht nur seinem großen Talent, sondern auch seinem Vater Hans-Paul Herr zu verdanken, der ihn motivierte, förderte und später auch trainierte. Schon in dieser Zeit erwies sich Alex als ehrgeizig und mutig, leider aber auch als ganz schön stur und kühn. Von Trainern und anderen Skispringer ließ er sich nicht viel sagen. Zitate von ihm, meist ohne Überlegung ausgesprochen, zierten öfters die Zeitungen und stießen so manchen vor den Kopf. Doch mit genauso viel Ehrgeiz und Enthusiasmus verfolgte Alexander seinen Sport. Alex qualifizierte sich über den Intercontinental-Cup in der Saison 1997/98 mit einem überlegenen Sieg in der Gesamtwertung, für den Weltcup. Sein Ziel auch diesen zu gewinnen war schnell gesetzt. Genauso schnell wurde ihm aber auch bewußt, daß die Athleten hier in einer anderen Klasse sprangen und er für dieses Ziel hart arbeiten müßte. |
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Zwar war während der Weltcups Alexander Herr immer wieder durch gute Leistungen vertreten, nur einen Sieg hat er noch nicht erreicht. Dies lag nicht zuletzt an den vielen
Verletzungen, von denen Alex nicht verschont blieb und immer wieder zurück geworfen wurde. Besonders schwer traf es ihn während der Deutschen Meisterschaften 1999
in Wiesenthal. Dort zog er sich einen Kreuz-, Innenband- und Innenminiskusriss am linken Knie zu. Folge ist heute, daß er sein linkes Knie nicht mehr voll belasten kann.
In dieser Verletzungspause gewann die deutsche Mannschaft bei der WM die Goldmedaille. Leider aber ohne Alex. In seinem ersten Springen nach seinem Sturz verließ Alex aufgrund von schlechten Bedingungen die Schanze zu Fuß. Die schlechten Bedingungen, welche in Kuopio (Finnland) herrschten, konnte Alex nicht akzeptieren. Nicht bei jedem traf er mit dieser Entscheidung auf Verständnis doch Alex blieb dabei. Besonders an Alexander ist, daß er meistens nicht mit seinen anderen Teamkollegen trainierte sondern allein mit seinem Vater. Dieser unterstützte den Einzelgänger mit allen Möglichkeiten, die ihm zur Verfügung standen und half ihm so sich vom dickköpfigen Teenager zum Profispringer zu entwickeln. Das einzige, was Alex noch fehlt, nachdem er in der letzten Weltmeisterschaft mit der Mannschaft das Gold auf der Großschanze verteidigen konnte, ist sein erster Weltcupsieg. Doch wenn er weiterhin seinen bewundernswerten Ehrgeiz beibehält und sich nicht unterkriegen läßt, ist dieses Ziel gar nicht mal so unrealistisch. Wobei man auch bemerken muß, daß Alex sich bereits in der letzten Saison unaufhaltsam gesteigert hat und seine Leistungen auch konstant halten konnte. Bisher ist es ihm noch nicht richtig gelungen, aus dem Schatten von Martin Schmitt und Sven Hannawald zu springen, aber die nächste Saison kommt bestimmt!! |
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