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Der heutige Medienliebling und erfolgreiche Skispringer wurde am 29. Januar 1978 in Villingen geboren.
Später zogen er und seine Familie allerdings nach Tannheim, wo er schließlich auch sein Hobby, das
Skispringen, entdeckte.
Nach dem Besuch des Gymnasiums und einem erfolgreichen Schulabschluß, begann Martin mit dem Wehrdienst. Danach ging er an die Freiburger Universität, wo er begann Sport- und Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Zu dieser Zeit wohnte er mit seinem Bruder und Freunden in einer WG. Inzwischen hat er allerdings das Studium unterbrochen um sich ganz dem Springen widmen zu können. Auch PR-Termine und viele Reisen ließen ihm nicht viel Zeit zum lernen. Martin gilt privat als eher schüchtern und zurückhaltend. Auch kennt man ihn als Sportler, welcher der Presse und den ganzen Trubel um seine Person am liebsten aus dem Weg gehen würde. Doch trotz des großen Erfolges und der Beliebtheit bei den weiblichen Fans ist der Schwarzwälder immer auf dem Boden geblieben. Auszeichnend für Martin sind sein starker Gerechtigkeitssinn und die hohe Anpassungsfähigkeit im deutschen Team. Seine stille Art vor den Springen und die mentale Stärke sind ein weiterer Grund für seinen Erfolg. Trotz hohem Druck und viel Trubel gelingt es ihm noch heute, sich auf jeden Sprung zu konzentrieren. Dies ist nicht zum Schluß auch ein Grund für seine steile Karriere als Skispringer. |
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Allerdings ist selbst Martin Schmitt, der zweimalige Weltmeister der Großschanze, nicht perfekt. Fast geradezu ausdauernd
(wie seine Fitness) ist auch seine Unpünktlichkeit. Der einzige Weg diese zu umgehen, ist es wie
wie sein Heimtrainer Wolfgang Steiert zu machen: Einfach Martin die falsche Uhrzeit für den Treffpunkt sagen (eine halbe
Stunde früher wäre empfehlenswert) und dann ist er auch bestimmt pünktlich.
Ruhe und Entspannung findet Martin, der am liebsten italienisch ißt, noch heute zu Hause bei seinen Eltern Hubert und Waltraud sowie in seinem Freundeskreis. Nebenbei fährt er auch gerne Ski und hört Musik wie Bad Religion und Lagwagon. |
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Seine sportliche Laufbahn Bereits mit 3 Jahren stand der heutige Publikumsliebling schon auf den Brettern, die ihm heute die Welt bedeuten. Zwar handelte es sich damals nur um einen alpinen Ski, doch der Weg zu den Sprungski war nicht mehr weit. Im Alter von 6 Jahren wollte er seinem großen Bruder Thorsten bei einem Wettkampf nur zuschauen, doch als spontaner Ersatz für einen kranken Springer nahm er plötzlich selber Teil. Und obwohl es sich um seinen ersten Wettkampf handelte wurde er bereits Zweiter. Zusammen mit seinem Bruder begann er nun mit der Nordischen Kombination, doch insbesondere seine Leidenschaft für das Springen war geweckt. Mit 13 Jahren gelang Martin der Sprung vom SC Furtwangen in den Nachwuchskader des DSV. Doch ohne Druck und mit viel Spaß verlief seine Sprungkarriere in ihren Anfängen eher schleichend. Zum ersten Mal in das Interesse der Medien geriet Martin Schmitt mit einem 8. Platz beim Interkontinental-Cup in Kuopio, in der Saison 95/96. Der Wechsel ins DSV-Team gelang ihm mit einem 3. Platz beim Stefani-Skispringen in St. Moritz in der folgenden Saison. Dies bedeutete für ihn auch gleichzeitig die Teilnahme an der Vierschanzen-Tournee. Martin nutze diese Chance und begann bei den Springen in Innsbruck und Bischofshofen erste Punkte für den Weltcup zu sammeln. In der Saison 97/98 gewann Martin mit dem deutschen Team die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Nagano. Und Gold sollte folgen. Gleich zu Beginn der nächsten Saison gewann Martin beide Springen in Lillehammer. Neue Medienaufmerksamkeit war gewonnen nur einige Formschwankungen ließen ihn wieder aus dem Mittelpunkt treten. Bundestrainer Reinhard Heß verordnete daraufhin eine Pause für den DSV-Schützling. Nach dieser gelang Martin ein erfolgreiches Comeback bei der WM 1999 in Ramsau. Er gewann Gold im Team und Gold im Einzel auf der Großschanze. Doch dies war noch nicht das Ende. Weitere Siege folgten und nach insgesamt 10 Siegen schloß Martin die Saison mit dem Gewinn des Gesamt- und des Skiflugweltcups ab. |
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Mit dem Ziel die Vierschanzen-Tournee zu gewinnen trat Martin 99/00 in Oberstdorf an. Doch unter Druck und im Mittelpunkt des Interesses gelang ihm nur ein einziger Sieg in
Oberstdorf. Schließlich musste er Andi Widhölzl den Vortritt als Gewinner der Tournee lassen. Aber die erzielten 11 Siege dieser Saison sicherten ihm wieder den
Gesamtweltcup und einen neuen inoffiziellen Rekord. 11 Siege in einer Saison hatte noch keiner geschafft. Martin schien ohne Konkurrenz zu springen - doch dies sollte sich ändern. Die
Saison 00/01 sowie die Vierschanzen-Tournee ließen einen neuen Mann in das Zentrum des Geschehens treten: Adam Malysz. Keiner schien den Polen, der stets in andere
Dimensionen zu springen schien, besiegen zu können. So gewann Adam die Tournee und auch weitere Springen wie Harrachov und Salt Lake City in Folge, welche ihm dann
auch das begehrte gelbe Trikot einbrachten. In dieser Zeit entschloß sich Martin zu einer kleinen Pause (während der Springen in den USA), um neue Kraft zu sammeln und
neues Material zu testen. Mit neuem Ski und neuem Mut kehrte er in die Saison zum Springen nach Hakuba zurück, gewann und hielt sofort wieder das Trikot des Weltcup
Führenden in den Händen. Doch nach missglückten Sprüngen Schmitts und Siegen des Polen in Sapporo und Willingen rückte die Weltcupführung
in weite Ferne. Weitere Erfolge schienen unerreichbar und mit Martin schien auch das restliche Team in eine Formkrise zu geraten. Nach einem geheimen Training und ohne Chancen
auf Titelverteidigung kam das DSV-Team nach Lahti zur WM. Keiner rechnete damit doch die Titelverteidigung gelang spektakulär und das Team sowie Martin setzten mit neuen
Medaillen, frischem Mut und viel Selbstbewusstsein die Saison fort. Diese fand ihr Ende in Planica. Martin gelang zwar nicht der wiederholte Sieg im Gesamtweltcup aber seine
Skiflugkrone konnte er verteidigen. Für die kommende Saison bleiben nur noch zwei große Zukunftswünsche des Tannheimers: der Sieg der Vierschanzentournee und erfolgreiche olympische Spiele. |
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