Umbau der Schanze   Mannschafts COC Springen (10.02.2001)   COC Springen (11.02.2001)


Der Umbau der großen Hochfirstschanze ist abgeschlossen

Titisee-Neustadt (am) Während sich am Dienstag in Neustadt bereits bei vielen herumgesprochen hatte, daß im Schmiedbachtal an der Hochfirstschanze trainiert wird, trafen sich dort auch Vertreter der regionalen Presse, um an einer Pressekonferenz mit den Co-Bundestrainer Wolfgang Steiert teilzunehmen.
Zunächst jedoch ließ Wolfgang Steiert die Versammelten warten, um, ganz privat, den trainierenden Springern zuzusehen. Dies waren neben Christoph Duffner, Hansjörg Jäckle, Michael Möllinger und Roland Audenrieth, auch Sportler aus der Schweiz, der Ukraine und Kasachstan.
In der Presserunde sprach Steiert, wie schon während des Trainings von Schmitt und Hannawald vor zwei Wochen, den Verantwortlichen ein Lob für die sehr moderne Schanze und den derzeitig guten Zustand aus. Die Trainingsbedingungen sind sehr gut und die Helfer rund um die Schanze motiviert. Der Co-Trainer äußerte sich zuversichtlich, daß Neustadt mit der Ausrichtung des FIS-Continentalcups um die Rothaus Trophy am kommenden Wochenende den Nachweis erbringen wird, für einen Weltcup im Dezember gerüstet zu sein. Die umgebaute Hochfirstschanze verglich er mit der Großschanze in Willingen. Jedoch forderte er dazu auf, das Augenmerk nicht ausschließlich auf einen Schanzenrekord von 152 m zu richten. Vielmehr sollen die Sportler im Mittelpunkt stehen, die sich bemühen, sehr gute Leistungen zu zeigen.
Die Frage nach geplanten Ausbaumaßnahmen beantwortete Bürgermeister Martin Lindler, indem er zunächst darauf hinwies, daß die neue Hochfirstschanze das gesamte Anforderungsprofil, welches an eine Schanze dieser Art gestellt wird, erfüllt. Es bestehen zwar von Seiten der FIS oder des DSV keine Forderungen, doch hat sich der Veranstalter vorgenommen, im Hinblick auf einen Weltcup im Dezember diesen Jahres, eine Beleuchtungsanlage zu installieren, um den Springern auch bei widrigen Witterungsverhältnissen einen zusätzlichen Komfort zu bieten. Wolfgang Steiert bemerkte, daß sich die Investition einer Beschneiungsanlage bewährt hat, sonst wären derzeit die Schanzen im Schwarzwald ziemlich grün.
Wolfgang Steiert informierte über die WM-Mannschaft, die sich in Skandinavien auf die nächste Woche in Lahti/Finnland beginnende Weltmeisterschaft vorbereitet. Neben den 3 Schwarzwäldern Martin Schmitt, Sven Hannawald und Alexander Herr, der sich, laut Steiert in der letzten Zeit sehr gut entwickelt hat, gehören der Oberstdorfer Frank Löffler und Michael Uhrmann vom WSV Rastbühl dem WM-Kader an. Befragt nach den Gründen der zuletzt enttäuschenden Leistungen des deutschen Teams, antwortete Steiert, daß die Ursachen erforscht und behoben wurden. Der Hinterzartener machte vor allem Mängel im Servicebereich verantwortlich. „Wir hatten ein Geschwindigkeitsproblem“, so Steiert. Die Stimmung in der Mannschaft sei dadurch etwas angeschlagen, deshalb wird das Training unter Ausschluß der Öffentlichkeit absolviert.
Zum Abschluß der Pressekonferenz verkündete Generalsekretär Oliver Müller den aktuellen Stand der eingegangenen Meldungen für das Skispringen am kommenden Wochenende um die Rothaus Trophy. Aus 12 Nationen haben sich 81 Springer gemeldet. Das deutsche Team, welches 26 Springer stellt, wird von den Weltcupstartern Christoph Duffner (SC Schönwald) und Hansjörg Jäckle (SC Schonach) angeführt. Michael Möllinger (SC Hinterzarten) wird als Neustädter den Eröffnungssprung zur Einweihungsfeier der Schanze springen. Das hatten die Springer unter sich einstimmig beschlossen. Mit Primoz Peterka nimmt ein bekannter Slowene, der zwei Jahre lang die Springen im Weltcup beherrschte, am Continentalcup teil. In Manuel Fettner und Stefan Kaiser haben sich zwei österreichische Nachwuchstalente angesagt, die bereits bei der Vierschanzen-Tournee für Furore sorgten.



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